Barracuda Championship: Nick Dunlop siegt nach furioser Aufholjagd

Nick Dunlop mit der Trophäe für den Sieg der Barracuda Championship 2024

Shootingstar Nick Dunlop hat alles in die Waagschale geworfen und mit einer fantastischen Schlussrunde die Barracuda Championship gewonnen. Es ist sein zweiter Sieg in diesem Jahr auf der PGA Tour und gleichzeitig sein erster als Profi. Damit schreibt der junge Golfer Geschichte.

Bei der Barracuda Championship wurde dieses Jahr besonders gut gescored. Es ist das einzige Turnier auf der PGA Tour, bei dem die Professionals nach dem sogenannten „Modified Stableford Format“ spielen. Anstatt wie beim typischen Zählspiel die Gesamtzahl der ausgeführten Schläge zu zählen, werden beim Modified Stableford Punkte basierend auf der Anzahl der an jedem Loch ausgeführten Schläge ermittelt. Gutes Spiel bringt Punkte, schlechtes Spiel zieht Punkte ab. Es geht also nicht darum, wie sonst, die niedrigste Schlagzahl zu erzielen, sondern darum, die höchste Punktzahl zu erreichen.

Nach den ersten drei Runden sah alles danach aus, als ob der US-Amerikaner Mac Meissner das Turnier für sich entscheiden könnte. Er lag bereits mit 39 Punkten in Führung. Doch es sollte anders kommen.

Ein Tag wie gemalt

Schon früh wurde die beste Schlussrunde mit einem Fabelergebnis von +19 Punkten durch den jungen US-Amerikaner Nick Dunlap gespielt. Er kam aus der zweiten Reihe der Startaufstellung für den Sonntag, denn er hatte nach den ersten drei Runden gerade einmal 30 Punkte für sich stehen. Mit der bogeyfreien finalen Runde und einem Gesamtergebnis von +49 Punkten katapultierte er sich an die Spitze des Leaderboards. Dann musste er warten, was die Konkurrenz machen würde

Der nach ihm gestartete Kanadier Taylor Pendrith brachte ein Ergebnis von +15 Punkten für den Tag und +43 Punkte für das Turnier über die Ziellinie. Das reichte nicht, um Dunlap von der Spitze zu verdrängen. Unmittelbar im Anschluss erreichte Patrick Fishburn mit +12 Punkten in der Finalrunde und einem Gesamtergebnis von +46 Punkten das Clubhaus. Auch das sollte nicht reichen. Er wurde alleiniger Dritter.

Wer holt Dunlop noch?

Alle warteten gespannt, was der nach dem dritten Tag führende Mac Meissner machen würde. Er konnte allerdings an seine Leistungen der vorangegangenen Tage nicht anschließen. Mit lediglich vier Birdies und drei Bogeys brachte er gerade einmal +5 Punkte für den Tag ins Clubhaus und beendete das Turnier mit +44 Punkten auf dem geteilten vierten Rang.

Ein weiterer US-Amerikaner namens Vince Whaley konnte mit einem Ergebnis von +9 Punkten für den Tag und einem Gesamtergebnis von +44 an seine guten Leistungen der ersten drei Runden zwar anschließen. Es reichte aber am Ende nur für den alleinigen zweiten Rang.

Shootingstar schreibt Geschichte

Der aufstrebende Star am Golfhimmel Nick Dunlap schrieb am Sonntag Geschichte. Er gewann als erster Spieler in der Geschichte der PGA Tour im selben Jahr als Amateur und Profi auf der Tour. Der 20-Jährige erregte bereits im Januar einiges Aufsehen, als er (als Amateur) im zweiten Jahr an der University of Alabama spielte und The American Express in La Quinta gewann. Er war damit der erste Amateur seit 33 Jahren, dem dies gelang. Das Profilager war geschockt.

Unglücklicherweise bedeutete sein Amateurstatus für den jungen Amerikaner, dass er keinen Anspruch auf das erste Preisgeld hatte. Die „Siegprämie“ in Höhe von 1,512 Millionen US-Dollar durfte damals der Zweiplatzierte Christan Bezuidenhout mit nach Hause nehmen. Da Dunlap anschließend ins Profilager wechselte, konnte er gestern bei der Barracuda Championship für seinen Sieg stattliche 720.000 US-Dollar einstreichen.

In den vergangenen sieben Monaten war Dunlap bei 17 Events am Start und hat hierbei elfmal den Cut geschafft. Dabei schaffte er fünfmal auch ein Ergebnis innerhalb der Top 15 und zählt damit in seiner Rookie-Saison zu den aufstrebenden „jungen Wilden“.

Licht und Schatten für die Spieler aus der DACH-Region

Für die deutschen Spieler verlief das Wochenende nicht wirklich überzeugend. Während Marcel Schneiderund Alexander Knappe am Cut scheiterten, kamen Matti Schmid, Hurly Long, Max Rottluff und Maximilian Kieffer zumindest ins Wochenende. Kieffer und Rottluff erzielten mit 30 Punkten die besten Ergebnisse und landeten beide auf dem geteilten 44. Rang. Long wurde am Ende geteilter 53. und Schmid geteilter 57.

Der Österreicher Matthias Schwab scheiterte ebenfalls am Cut. Sein Landsmann Lukas Nemecz erreichte hingegen bei seinem zweiten PGA-Tour-Start in dieser Saison mit einem Ergebnis von 38 Punkten einen beachtlichen geteilten 13. Rang.

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